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Geschichte

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Wandern und Bergsport sind nach wie vor die Haupt-Urlaubsmotive aller Südtirolurlauber und auch bei den Einheimischen selbst steht das „Berggian“ und alle seine Spielarten ganz oben auf der Beliebtheitsskala. Grundlage für diesen immerhin schon mehr als hundert Jahre andauernden „Trend“ ist das mehr als 16.000 Kilometer umfassende Wanderwegenetz in Südtirol. Würden alle Wanderwege in Südtirol parallel zueinander von Norden nach Süden verlaufen, dann würde man von Westen nach Osten kommend alle 450 Meter einen Weg kreuzen. Nicht umsonst ist Südtirols Wanderwegenetz eines der dichtesten weltweit.

Weit verbreitet ist die Annahme, dass diese Wege zum Großteil „immer“ schon bzw. seit „Urzeiten“ da waren oder aber durch vielfaches Begehen einfach von selbst entstanden sind. Doch weit gefehlt. Nur ein Teil der Wanderwege verläuft über alte Wirtschaftswege, Steigen zu Bergweilern, Bauernhöfen und Almen und alten Verbindungswegen. Mehr als die Hälfte der Wege wurden einzig und allein zum Zweck des Wanderns und Bergsteigens mit immensem Aufwand angelegt und gebaut. Vor allem Gipfelsteige, Höhenwege und natürlich die Zustiege zu den Schutzhütten gab es vor der „Entdeckung“ der Bergwelt für alpinistische Unternehmungen nur wenige.
Erst durch die Arbeit des Deutschen und Österreichischen Alpenvereins (DuOeAV) und anderer Vereine entstand ab den 1880er-Jahren die ausgedehnte Infrastruktur an Hütten und Wegen, die noch heute Südtirol und die gesamten Ostalpen als dichtes Netz überspannt. Die Basis für die Schaffung des Wegenetzes wurde bereits in den Satzungen des Alpenvereins bei seiner Gründung gelegt. „Zweck des Vereins ist, die Kenntnis der Alpen […] zu verbreiten und zu erweitern, sowie ihre Bereisung zu erleichtern“ lautete der erste Absatz der Satzungen des DuOeAV Mitte der 1870er Jahre. Das nötige Werkzeug um die „Bereisung zu erleichtern“ wurde im zweiten Absatz definiert: „Herstellung und Verbesserung der Verkehrs- und Unterkunftsmittel“. Damit war der Grundstein für den rasanten Ausbau der alpinen Infrastruktur gelegt. In den folgenden Jahrzehnten überzog der DuOeAV den Ostalpenraum mit einem Netz von mehreren tausend Kilometer Wegen und knapp 350 Schutzhütten.
Die Anlegung des Wegenetzes ist untrennbar mit dem Bau der Schutzhütten verbunden. Vor allem die hüttenbesitzenden Sektionen engagierten sich im Wegebau. Sie legten die Zugangswege zu den Hütten, die Höhenwege, die Wege auf die Gipfel und Jöcher in der Umgebung der Hütten an.

In den ersten Jahren der Erschließung der Ostalpen konzentrierte sich der Alpenverein vor allem auf einige wenige besonders beliebte Gipfel. Man baute einfache Unterkunftshütten und die entsprechenden Zustiegswege um die Gipfel innerhalb von zwei Tagen erreichen zu können. So entstanden etwa für den Glockner die Studlhütte und für den Ortler die Payerhütte. Mit der ständig wachsenden Zahl von Bergbegeisterten, die ins Gebirge strömten dehnte sich die Wege- und Hüttenbautätigkeit auch auf weniger bekannte Gipfel und schließlich auch auf entlegenere und bisher unerschlossene Gebirgsgruppen aus. Der Bau von Hütten und Wegen wurde nach und nach zu einem der zentralen Inhalte der Sektionsaktivitäten und nicht selten auch zu einer Prestigefrage. Angesichts des fortschreitenden Ausbaus der alpinen Infrastrukturen sah sich der Gesamtverein 1890 genötigt einen eigenen Weg- und Hüttenbauausschuss einzusetzen, der auf der Basis der Weg- und Hüttenbauordnung entschied ob ein Ansuchen für Beihilfe zum Bau eines Weges oder einer Hütte angenommen wurde oder nicht. Der Ausschuss bewertete die Ansuchen vor allem auf zwei Faktoren: Einerseits ob im betreffenden Gebiet überhaupt noch Bedarf nach neuen Wegen bestand und andererseits ob Sektionen beabsichtigten bisher vollkommen unberührte Gebiete zu erschließen.

Durch die Gewährung bzw. Ablehnung von Geldern hatte der Zentralausschuss des DuOeAV also die Möglichkeit die Wegebau-Ambitionen der Sektionen zu steuern. Die Beihilfen aus dem Haushalt des Gesamtvereins deckten allerdings nur einen Teil der Gesamtkosten des Wegebaus. Die Sektionen bezogen einen weiteren Teil aus ihren Mitgliedsbeiträgen, zeigten sich vor allem aber auch überaus erfinderisch bei der Lukrierung von Geldern über Sponsoren und Spendern. Dazu wurden Bälle, Feste und Vortragsabende organisiert, Schuldscheine ausgegeben und noch vieles mehr. Nicht selten übernahmen auch einzelne wohlhabende Vereinsmitglieder, denen das eine oder andere Wegbauprojekt besonders am Herzen lag, einen größeren Teil der Kosten.

Nur durch diese vielfältigen Maßnahmen und natürlich durch viele, viele ehrenamtliche Arbeitsstunden war es überhaupt möglich eine solche unglaubliche Erschließungstätigkeit an den Tag zu legen, wie es die Sektionen in ihren Arbeitsgebieten taten. Gut sichtbar wird die rege Wegebautätigkeit an der Skizze, die die von der Sektion Bamberg in ihrem Arbeitsgebiet, dem Sellastock, angelegten Wege zeigt. Bis zum Beginn des Ersten Weltkrieges errichteten die insgesamt knapp 50 Sektionen, davon 33 mit Sitz außerhalb von Südtirol, die ihre Arbeitsgebiete südlich des Brenners hatten einen Großteil des Wegenetzes wie wir es heute kennen.
Die massive Erschließung der Ostalpen führte aber auch zu verstärkter Kritik in den eigenen Reihen. Vor allem das Anlegen von künstlichen Steighilfen und Klettersteigen wurde von vielen Funktionären bereits vor dem Ersten Weltkrieg nicht nur positiv gesehen. Endgültig eingeschränkt wurde die Wegebautätigkeit aber erst mit den Tölzer Richtlinien im Jahr 1923. Die Sektionen beschlossen, dass neue Wege nur in Ausnahmefällen angelegt werden sollten und im Hochgebirge sogar vollständig zu unterlassen seien.

Der Bau von neuen Weganlagen war und ist aber nur ein Aspekt der Erschließungsarbeit im Gebirge. Mit ebenso viel Aufwand betrieb der DuOeAV die Beschilderung und Markierung von Wegen. Bereits vor dem Ersten Weltkrieg errichteten die Sektionen mehr als 40.000 Wegtafeln und ein Vielfaches an Markierungen im gesamten Ostalpenraum, um den Bergbegeisterten den Weg zu weisen.

Bis heute investieren die Sektionen und Ortsstellen des Alpenvereins große finanzielle Mittel, vor allem aber auch viel Passion und einen immensen Aufwand an ehrenamtlichen Arbeitsstunden in die Herstellung, den Erhalt und die Beschilderung und Markierung von Wanderwegen. Der Beitrag, den der Alpenverein damit damals wie heute für den Tourismus und die Freizeitgesellschaft leistet, lässt sich kaum überschätzen.



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Liesl, 60 Jahre
Mir ist der Umweltschutz sehr wichtig. Da der AVS sich auch für Umweltschutz einsetzt, ist dies der Grund für mich, dass ich Mitglied bin. An dieser Stelle möchte ich einmal allen danken, die beim AVS etwas für die Umwelt leisten!...
 


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