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Umweltverträgliches Biken

Umweltverträgliches Biken
 
 
Mountainbiken gehört zu den beliebtesten Sportarten im Alpenraum. Speziell bei Alpenvereinsmitgliedern ist das Mountainbike zum regelmäßigen Begleiter bei Ausflügen in die Bergwelt geworden. Damit Natur und Umwelt dabei nicht unter die Räder kommen, gilt es, sich ein wenig Gedanken zu machen.

Vor 20 Jahren war es noch eine Rarität – ein Mountainbiker auf einer Alpenvereinshütte. Heute ist der Anblick der Bergradler keine Seltenheit mehr und viele Hütten zählen die Biker schon zu ihren Stammgästen. Die vor der Tür geparkten Mountainbikes gesellen sich zu den Wanderschuhen und beide Gruppen kommen aus den gleichen Gründen: Ausgleich vom Alltagsstress, die Natur genießen und erleben, sowie sportliche Betätigung. Damit Wanderer, Mountainbiker und andere Naturnutzer auch weiterhin die Möglichkeit haben, die Natur so zu genießen, wie sie ist, wollen wir einen Blick auf das Mountainbiken und dessen Umweltverträglichkeit werfen.

An- und Abreise
Eine verwegene These: Mountainbiken ist umweltverträglicher als Wandern! Wenn man den Zahlen glaubt, muss man dies zumindest bei der Art der Anreise eindeutig bejahen: Nur 14 % der Mountainbiker in Deutschland benützen das Auto, um zu ihrer Biketour zu gelangen. Demgegenüber stehen 87 % der Wanderer, die mit dem Auto ins Wandervergnügen gelangen. Ob diese Zahlen eins zu eins von Deutschland auf Österreich oder Südtirol übertragbar sind, ist fraglich. Eins ist jedoch sicher: Umweltverträgliche Freizeitaktivitäten fangen schon bei der Anreise an! Mit dem Mountainbike stellt man sich das bei Tagestouren noch recht einfach vor. Bei einer Alpenüberquerung wird’s schon schwieriger. Doch auch hier ist die An- und Abreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln möglich und teilweise sogar unkomplizierter und vor allem geselliger als mit dem Auto!

Unterwegs
Fair unterwegs sein! Nicht nur gegenüber anderen Natur- und Wegbenützern gilt das Gebot der Fairness, auch die Natur ist ein wichtiger Partner beim Erlebnis Mountainbiken.
Wegwahl: Mountainbiken ist das Radfahren abseits von asphaltierten Straßen, weg vom Lärm der Autos, rein in die Natur. Die Wege in die Natur sind recht unterschiedlich. Die Bandbreite geht von der breiten und gut ausgebauten Forstraße bis zum schmalen Singletrail. Mit Verboten versehene Wege sind zu meiden. Prinzipiell sollte man die Wege, auf denen man unterwegs ist, sorgfältig auswählen. Faktoren für die Entscheidung sind Witterung, Steilheit, Tageszeit und Fußgängerverkehr. Speziell bei nassem Untergrund ist bei steilen, erdbedeckten Wegen eher Schieben als Fahren angesagt.
Fahrweise: In vielen Bike-Videos wird es vorgemacht: Hinterradbremse ziehen, blockieren und in die Kurve driften. Auch wenn es für manche noch so schwierig ist, dieser Versuchung zu widerstehen, muss man stark sein! Die Wege werden ausgefahren, der Regen und das Wasser machen das Übrige und schon hat man tiefe, ausgewaschene Wege. Diese sind zum Ersten nicht wirklich schön, viel schlimmer ist jedoch, dass sich die Pflanzen in deren Umgebung nicht wirklich ausbreiten und erholen können. Speziell oberhalb der Waldgrenze sorgt die Sonneneinstrahlung für ausgetrocknete und nicht mehr bewachsene Böden rundherum.
Müll: Eigentlich selbstverständlich, aber erwähnt sollte es auf jeden Fall sein: Das Müsliriegel-Papier und das Jausensackerl werden wieder mitgenommen! Leichter sollte der Rucksack nur aufgrund der immer leerer werdenden Trinkblase werden.
Tiere: Fuchs, Wild und Hase sind vielerorts schon an den Mountainbiker gewöhnt. Dennoch sollte man Rücksicht auf die Wildtiere und auf das Weidevieh nehmen. In der Dämmerung und in der Nacht sind diese Tiere besonders empfindlich. Bei Fütterungsstellen sollte man einen größeren Bogen drum herum machen. Die Tiere trauen sich sonst nicht zum Futter.
Gruppe: Wie so oft macht’s auch beim Mountainbiken die Menge. Für einen gelungenen Bikeausflug empfehlen wir Kleingruppen. Große Gruppen sind recht lärmintensiv und sorgen für viel Wirbel. Außerdem macht’s in einer kleineren Gruppe einfach viel mehr Spaß.

Und sonst?
Ausrüstung: Das Mountainbike selbst ist bei der Herstellung noch weit weg von umweltfreundlich. Zwar fangen die ersten Hersteller bereits an, auch auf Umweltaspekte einzugehen, doch hier gibt es noch viel zu tun. Bei der Kleidung schaut es schon besser aus. Hier gibt es einige Marken, die sich dem Thema Umweltschutz und Nachhaltigkeit gewidmet haben. Dabei wird neben den Materialien auch die Produktion genau geprüft sowie Recycling betrieben.

Reinigung/Schmiermittel: Um möglichst lange viel Freude am neuen Bike zu haben, sollte man das Bike ab und zu mal waschen. Eigene Reinigungsmittel werden dazu im Fachhandel angeboten. Hier bitte auf die Umweltverträglichkeit achten. Bio-Waschmittel waschen genauso gut und sind für die Umwelt verträglicher. Eigentlich reicht ja auch ein Schwamm und Wasser. Bei den Schmiermitteln (Kettenöl, Fett) gilt das Gleiche. Hier gibt’s auch bereits umweltschonende Mittel. Wichtig bei der Kette: Öl gut einziehen lassen und nach zehn Minuten mit einem trockenen Tuch die Reste abwischen. Damit tut man nicht nur der Umwelt Gutes, sondern auch der Kette.

Hanna Moser, Bundesjugendsekretärin des Österreichischen Alpenvereines und Mountainbikerin

Umweltverträgliches Biken
 
 

 



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Lydia
Sektion Welschnofen
Mutter von 2 Kindern, seit über 25 Jahren Mitglied im AVS, weil ich mir meine Freizeit nicht ohne Natur, Berge, Wasser, Wetter, Menschen, Gefühle, Spaß, Hetz, vorstellen kann! ...
 


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